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Ägyptologie

Von der Ägyptomanie zur Ägyptologie

Das Jahr 1822 gilt als Geburtsstunde der Ägyptologie. Noch zuvor aber fanden 1799 Teilnehmer – zu denen auch 167 Forscher und Experten verschiedener Bereiche, gehörten – an der Expedition Napoleons in Ägypten, den »Stein von Rosette«, der endgültig das Tor zur Entschlüsselung der Hieroglyphen geöffnet hat; im Jahre 1822 durch François Champollion.

Auch wenn diese Expedition politisch ein Fehlschlag war, so liegt ihr wahrer Verdienst darin, dass sie zur Entstehung der Ägyptologie beigetragen hat, indem sie die Schätze einer geheimnisvollen Zivilisation ans Tageslicht beförderte.

Abb. links: der berühmte "Stein von Rosette".
(British Museum, Foto: Anja Semling)


Die Entzifferung der Hieroglyphen hatte wiederum zur Folge, dass ein direkter Zugang zum Verständnis dieser jahrtausendealten ägyptischen Kultur stattfinden konnte. Mit dem Entzifferungswerk 1822 war die Begeisterung und Faszination für Ägypten auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt, weil sich nun Unmengen originaler Textzeugen als Quellen erschlossen, in denen die Ägypter selbst zu Wort kamen.
Danach standen die ersten fünfzig Jahre des 19. Jahrhunderts ganz im Zeichen des Entdeckerrausches: in Frankreich erschien das erste große Werk der Ägyptologie die: »Description de l'Egypt«.

Und seit Champollion ist Frankreich eine der Hochburgen der Ägyptologie, aber auch in Deutschland wurde schon sehr bald danach die Erforschung Altägyptens aufgenommen.

Abb. links: Ägypten-Studie, aus der berühmten Description de l'Egypt (Reproduktion).


In Deutschland wurde Richard Lepsius auf den ersten Lehrstuhl für Ägyptologie weltweit an der Friedrich-Wilhelms-Universität (heute Humboldt Universität) berufen und setzte das Werk Champollions fort. England und Amerika folgten.
Unzählige Entdeckungen wurden bislang gemacht, hunderte von historischen Texten und rituellen Papyri wurden gefunden sowie dutzende Museen gegründet, die einen großen Teil unseres Weltkulturerbes beherbergen.

Die größte ägyptische Sammlung befindet sich in Kairo im Ägyptischen Museum. Das ägyptische Museum in Kairo, gegründet 1853 von August Mariette, beherbergt heute die umfangreichste Sammlung an altägyptischen Artefakte, mehr als 120.000 Stücke. Darunter die berühmte Totenmaske des Tutanchamun (Pharao, 18. Dyn.) – Abb. links

Abb. links: die berühmte Totenmaske des Pharaos Tutanchamun. (Foto: Peter Funk)


Ägyptologen versuchen mit dem Studium dieser untergegangenen einzigartigen auch geheimnisvollen Kultur, einen Teil des Menschheitserbes zu erschließen, wissenschaftlich aufzubereiten und so die alten Ägypter dem heutigen Menschen verständlich zu machen. Dadurch werden Kulturschätze gerettet und bewahrt.

Personen, denen wir es verdanken, vieles über das untergegangene Pharaonenreich bereits erfahren zu haben, sind all jene Entdecker, Reisende, Händler und Abenteurer, Wissenschaftler, Archäologen, Ägyptologen sowie auch frühe Ungelehrte, die mit ihrem steten Engagement und Wissen uns bereicherten. Leider begann auch zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch die Entdeckungseuphorie vieler Abenteurer, Finanzleute, Händler, Museums-Agenten und Politiker eine wahre Orgie an Plünderungen und Zerstörung, nach deren Ende unzählige ägyptische Schätze unwiederbringlich verloren waren.

Berühmte Ägyptologen und Entdecker (weiter...)

Abb. oben: Forscher bei der Arbeit; Ägyptologen untersuchen Nischen in einem der zahlreichen unterirdischen Räume in der Tiernekropole Tuna el-Gebel. (© Foto: Tuna e.V.)



Wichtige archäologische Entdeckungen sind nach dem Sensationsfund des Hieroglyphensteins (1799) neben vielen anderen

1813

Abu Simbel

1851

Das Serapeum mit den heiligen Apisstieren

1855

Die Harris Papyri

1860

Die Chephren-Statue

1881

Die Pyramidentexte (Unas, Teti, Pepi I.und Pepi II., Merenre)

1881

Die Königsmumien von Deir el-Bahari

1887

Die Amarna-Briefe

1897

Die Narmer-Palette in Hierakonpolis

1912

Die Büste der Nofretete

1922

Das Grab des Tut-anch-amun (KV 62)

1987

Das Grab der Söhne des Ramses' II. (KV 5)

1990

Die Gräber der Pyramidenarbeiter von Gizeh

1990

Das "Tal der goldenen Mumien“ (Nekropole) in Bahariya

1997

Das Grab der Amme "Maya" von Tut-anch-amun

2006

KV 63 im Tal der Könige

Zahi Hawass (ägyptischer Ägyptologe) berichtet über einige Entdeckungen in Ägypten: Gräber in Sakkara, im Tal der Könige und in dem Tempel von Taposiris Magna (Kleopatras Grab?) sowie über das Grab von Nefretsut und Qar. Auch zu Djosers Stufenpyramide erzählt Hawass Interessantes über ein unterirdisches Grab mit einer Scheintür. Laut Hawass suchen die Forscher auch nach dem Grab von Kiya und Nofretete.

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