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Stein-Architektur > Sphinx von Gizeh

Sphinx von Gizeh

Figur mit Löwenkörper und Menschenkopf – im Gegensatz zu den meisten anderen gemischten ägyptischen Figuren, die einen Tierkopf auf einem Menschenkörper tragen.

(Foto: Jon Bodsworth)


Einige ihrer Attribute, wie die Stärke, sind dem Löwen entlehnt, aber vor allem ist die Sphinx eine Darstellung des Königs, möglicherweise auch eine göttliche Gestalt.
Die »Große Sphinx von Giseh« ist eine der ältesten und vor allem durch ihre Ausmaße die berühmteste solcher Bauwerke/-objekte; ob als große Statuen oder kleinere Statuetten. Diese Sphinx ist eine unmittelbar in den Kalkstein der Ebene gehauene Riesenstatue, die wahrscheinlich das Bildnis Chephrens darstellt, der über seine Pyramide wacht. Später im Neuen Reich wurde die Statue als Bildnis des unter dem Namen Harmachis bekannten Sonnengottes interpretiert. Sie war auch eine Wallfahrtsstätte; man brachte Stelen als Gaben mit, sogar die Prinzen huldigten diesem Brauch.

Die Monumental-Statue ist über 73 Meter lang und 20 Meter hoch.

  • Ihre Bauzeit betrug etwa 10 Jahre.
  • Gemeißelt aus einem einzigen Felsblock.
  • Schon zu Thutmosis' IV Zeiten war die Sphinx mit Sand umschüttet.Thutmosis ließ sie davon befreien auf ein "himmlisches Zeichen" hin, des Gottes "Horus-im-Horizont-Re-Atum".
  • Zwischen den Pranken der Sphinx steht eine große Granitstele, die Thutmosis aus Dankbarkeit errichten ließ. (Original befindet sich heute im Ägyptischen Museum Kairo).
  • Viel später wurde die Sphinx abermals vom Wüstensand, welcher sie umschlung, befreit.


König Thutmosis IV. ließ eine große Granitstele zwischen den Pfoten der Sphinx errichten, zum Dank an den Gott Harmachis. Hier die ganze Geschichte:

Bild

Die Traumstele Thutmosis' IV.

»An einem dieser Tage geschah es, dass der Prinz Thutmosis in der Mittagszeit herbeikam. Er rastete im Schatten diesen großen Gottes. Schlaf und Traum ergriffen in dem Augenblick Besitz von ihm, als die Sonne in ihrem Zenit stand.


Da bemerkte er, wie die Majestät dieses edlen Gottes aus ihrem Mund zu ihm sprach, so wie ein Vater zu seinem Sohn spricht: "Schau mich an, sieh mich genau an, mein Sohn Thutmosis. Ich bin dein Vater Harmachis-Chepri-Amun-Re. Ich werde dir die Königsherrschaft auf Erden über die Lebenden geben. Du sollst seine weiße und seine rote Krone auf dem Thron von Geb, dem Erben, tragen. Das Land wird in seiner Länge und Breite dein sein, und alles, was das Auge dessen, der Herr über Alles ist, erleuchtet. Gute Vorräte werden für dich sein aus dem Inneren beider Länder, die reiche Ernte eines jeden Fremdlandes und eine Lebenszeit reich an Jahren. Schon seit vielen Jahren hat sich dir mein Antlitz zugewandt; mein Herz gehört dir und du gehörst mir. Sieh nur, ich leide Schmerzen, und mein Körper ist ruiniert. Der Sand der Wüste, auf dem ich früher stand, drückt mich jetzt nieder. Ich habe darauf gewartet, dass du tust, was mir am Herzen liegt, denn ich weiß, dass du mein Sohn und Schützer bist. Komm zu mir; ich bin bei dir und leite dich."
Er [der Gott] vollendete diese Rede. Dann machte dieser Prinz große Augen, weil er diese Worte des Allherrn gehört hatte. Er verstand die Worte des Gottes und ließ sein Herz still werden. Dann sagte er: "Komm mit, wir wollen zu unserem Tempel in der Stadt fahren und diesem Gott Opfergaben darbringen. Wir werden ihm Rinder und verschiedene Blumen und allerlei Kraut bringen, und wir werden Lob und Preis sagen jenen, die vorher kamen …"«

(Quelle: Amenophis III. von J. Fletcher; Foto: Carmen Wolfram)

© Foto: Stefan Eggers

Abb. oben: Nahaufname Sphinx von Gizeh (Foto: Stefan Eggers)

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