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3000 Jahre Historie > Mittlers Reich

Das Mittlere Reich

Die zweite große Epoche des ägyptischen Reiches (um 2060–1640)
Umfasst die 12. bis 13. Dynastie.

Das Mittlere Reich beginnt um 2060 v. Chr. mit dem Ende der 11. Dynastie. Der Pharao Mentuhotep II. stellt seine Macht in Unterägypten wieder her, indem er sich der Unterstützung des Bürgertums bedient.
Um 2000 v. Chr. begann die 12. Dynastie, eine der berühmtesten und größten der ganzen ägyptischen Geschichte. Zu ihrem Beginn steht Amenemhet I., der den Kult um Amun fördert und ihn zu der hauptsächlichsten Gottheit deklariert.

Ägypten erfährt unter diesem großartigen Verwalter eine Zeit höchsten Reichtums. Auf dem Gebiet der Außenpolitik gelingt es Amenemhet I., die Grenzen Ägyptens bis ins Herz Nubiens auszudehnen, indem er bis Korosko vordringt und gegen die libyschen Bevölkerung kämpft.

Sein Nachfolger ist sein Sohn Sestoris I., der die Goldminen von Uadi-Allaki in seinen Besitz brachte. Um die Nachfolge der Dynastie zu garantieren, ließ er seinen ältesten Sohn an seiner Herrschaft teilhaben.

Abb. links: Sitzstatue des 2. Reichseinigers: Mentuhotep II.
Er trägt die Rote Krone von Unterägypten, den Königsbart und einen kurzen hellen Schurz. Sein Hautfarbe ist auffallend dunkel dargestellt. (Foto: Peter Funk; Kairo, Ägyptisches Museum)


Mit Phönizien wurden Handelsbeziehungen geknüpft und die Gegend um Fayum wurde entwässert. Hier baut dann später Amenemhet III. eine grossartige und komplexe Residenz. Sein Nachfolger, Sesostris III. war einer der größten Herrscher, die Ägypten je hatte. Mit vier Feldzügen besetzte er nun endgültig Nubien, stößt bis nach Palästina vor und erbaut zahlreiche Festungen an der Grenze zum Sudan. In dieser Epoche erreicht auch die Literatur ihre große Blüte. Die berühmte Geschichte des Sinuhe fällt in diese Zeit sowie die Erzählungen des Papyrus Westcar.

Danach beginnt die zweite Zwischenperiode, die dunkelste Zeitepoche. Sie wird von dem Einfall fremder semitischer Völker aus dem Osten des Deltas gekennzeichnet. Die Hyksos besetzten die fruchtbaren Deltaebenen, befestigten die Stadt Avaris und machten sie zur Hauptstadt. Die Neuankömmlinge brachten Pferde und Streitwagen in den Krieg ein und führten neue Metallverarbeitungsmethoden ein. Die Hyksos blieben ungefähr ein Jahrhundert lang auf dem Boden Ägyptens, bis einige Prinzen aus Theben andere Dynastien um sich sammelten und zusammen mit ihnen das Besatzungsheer schlugen. Die Zurückeroberung und Befreiung wurde um 1540 v. Chr. von Ahmose (17./18. Dynastie) beendet. Er ist auch Gründer der 18. Dynastie und vereinigt unter sich ganz Ägypten.

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