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Nachdem Alexander der Große 332 v.Chr. Ägypten eroberte, begann mit seiner Machtübernahme eine neue Herrscherdynastie: die Griechen. Nach dem Tode Alexanders im Jahre 323 v.Chr. wird zunächst ein naher Verwandter von ihm sein kurzzeitiger Nachfolger. Am Beginn der eigentlichen Ptolemäerzeit steht Ptolemaios I., Begründer des Ptolemäerreiches, Sohn des Lagos und einst General unter Alexanders Herrschaft. Er nahm im Jahre 305 den Königstitel an und ließ sich zum Pharao von Ägypten ausrufen. Die nachfolgenden Griechen übernahmen nämlich die rituellen Zeremonien der Ägypter und sahen sich auch als ägyptische Pharaonen.
Außerdem wurde das Griechische offizielle Landessprache, in den ländlichen Gegenden wurde das Altägyptische in seiner demotischen Form allerdings noch weiterhin gesprochen, genauso wie die Priester die alten religiösen Traditionen bewahrten und immer noch die Tempel mit Hieroglyphen bedeckten
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Und so nahm die griechische Klasse ihren Anfang, der recht erfolgreich verlief; Ptolemaios I. regierte vier Jahrzehnte (323283 v.Chr.) und führte sogar den Kult eines neuen Gottes ein: Serapis (=Osiris-Apis), und meint den Verstorbenen und zum Osiris gewordenen heiligen Apis-Stier. Serapis wurde zum Nationalgott des ägyptisch-griechischen Ptolemäerreiches und Alexandria. Er war Helfer, Retter und Wohltäter. Seine Hauptheiligtümer sind die Apis-Grüfte und -Tempel in Sakkara. Dieser Gott wurde, obwohl die Ägypter ihren Göttern treu blieben, eine sehr bedeutende Gottheit.
Abb. links: Ptolemaios X.
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Ptolemaois I. unternahm Feldzüge und sicherte sich mit Verträgen Gebiete Zyperns. Ägypten bewahrte seine Stellung als Großmacht im Mittelmeerraum und erlebte eine neue Blütezeit. Der Nachfolger von Ptolemaois I., sein Sohn Ptolemaois II. war offensichtlich mehr ein Vertreter der Kunst und Wissenschaft, als der Eroberungszüge. Er holte viele griechische Gelehrte nach Alexandria, um im Museion, dessen Bibliothek einst etwa 400.000 Schriftrollen umfaßte, wissenschaftlich zu arbeiten. Arsinoe II., seine zweite Frau, übernahm hauptsächlich die Verwaltung des Landes.
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Ptolemaios III. regierte 20 Jahre und das Land war unter seiner Herrschaft auch sehr wohlhabend; kriegerischer als sein Vorgänger, führte er militärische Expeditionen nach Syrien und drang in Persien ein. Mit seinem Tode 221 v.Chr. stand Ägypten zwar wieder auf dem Höhepunkt seiner Macht, doch mit der Regierung von Ptolemaois IV. (221204 v.Chr.) war diese schon bald wieder gefährdet. Syrien wurde bedrohlicher und mächtiger, denn je.
Als Ptolemaios V. auf den Thron kam war er gerade fünf Jahre alt. Vater und Mutter sind verstorben und in Alexandria herrschten Unruhen; ein Aufstand brach aus. Die Krönung von Ptolemaios fand in Memphis statt (um sich die Gunst des Volkes zu sichern); die einheimischen Priester wurden reich beschenkt und es wurde wieder viel in den ägyptischen Tempeln gebaut. Man errichtete neue Nebengebäude oder auch neue Heiligtümer.
Zu jener Zeit tauchte eine neue Macht im Mittelmeerraum auf: die Römer, die erfolgreich über Karthago sowie gegen Makedonien und Syrien auftrumpften. Rom hatte vor allem ein Interesse an den großen Getreidevorkommen in Ägypten. Und im 1. Jahrhundert v.Chr. hatte dann Rom auch das Land Ägypten finanziell in der Gewalt. Ägypten machte Schulden.
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Ptolemaois XII. stand dann schließlich hoch verschuldet unter dem Einfluß der Römer. Nach seinem Tode folgte ihm sein Sohn Ptolemaios XIII. (Neos Dionysos) auf den Thron sowie seine Tochter Kleopatra VII. Und somit beginnt die außergewöhnliche Geschichte der Kleopatra, die für uns zur beliebtesten Königin Ägyptens wurde. (Mehr in den Rubriken: Person Kleopatra; Politik & Liebe).
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