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Sobek der Krokodilsgott, in dessen Nachbarschaft man ständig leben musste, den man einerseits fürchtete, aber, um ihn zu besänftigen, doch seiner besonderen Eigenschaften wegen verehrte.
Er galt als sehr mächtige Gottheit und wurde schon seit dem Alten Reich verehrt, vielleicht auch schon früher. Sobek stammte ursprünglich aus dem Fayum und aus Kom Ombo. Er war zu Anfang der Herr des Wassers. Sümpfe, Seen, Flüsse sowie Kanäle standen unter seinem Schutz. Dementsprechend finden sich seine Hauptkultorte auch am Nil oder in wasserreichen Gebieten.
In der Oase Fayum befinden sich zahlreiche dem Gott Sobek geweihte Tempel sowohl in Krokodilopolis (Schedet) und entlang des Moeris-Sees. Seine Tempel waren normalerweise mit Teichen versehen, in welchen Krokodile schwammen. Diese Krokodile galten als heilig und wurden nach ihrem Tod mumifiziert und bestattet. (Krokodilopolis ist das heutige Medinet el-Fayum.)
Später wurde Sobek mit dem Sonnengott Re verbunden zu Sobek-Re, von da an auch der Herr der Welt und Schöpfergott.
Dargestellt wird Sobek entweder in reiner Tierform als Krokodil oder als Mensch mit Krokodilskopf. In beiderlei Gestalt trägt Sobek häufig einen Kopfschmuck, bestehend aus einer Sonnenscheibe mit Hörnern und hohen Federn.
Beinamen von Sobek: »welcher die Vegetation an den Ufern wachsen läßt«; »der Krokodilopolitaner«; »er mit dem schönen Gesicht«; »Sobek, der Herr von Tebtunis«; »Sobek, Herr der Insel«; »Tobender«; »der Frauen ihren Ehemännern entreißt, wann immer es seinen Wünschen frommt«; »Herr des Bachu«
Sobek wurde seit dem Alten Reich bis in die Spätzeit hinein verehrt. Während des Mittleren Reiches erhielt sein Kult besondere Bedeutung, was sich an den Namen einiger Herrscher der 12. und 13. Dynastie ablesen lässt. So beispielsweise Sobekneferu (= »Schöner des Sobek«) und Sobekhotep (= »Sobek ist zufrieden«).
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